SOJA aus Österreich

 

http://soja-aus-oesterreich.at

 

  • Soja wird seit mehr als 3.000 Jahren angebaut. Ursprünglich stammt diese kleine Wunderbohne aus Ost-Asien. Derzeit gibt es 3.500 verschiedene Arten, die weltweit angebaut werden.
  • In Österreich werden jährlich rund 25.000 Hektar Soja angebaut. Die Hauptanbaugebiete liegen im Burgenland und in Oberösterreich, aber auch in Niederösterreich, Kärnten und der Steiermark wird immer mehr auf diese Pflanze gesetzt.
  • Das Saatgut ist hundertprozentig GMO-frei. Dazu wird die österreichische Saatgut-Produktion mehr und mehr ausgebaut.
  • Sojabohnen sind Leguminosen. Durch das Binden von atmosphärischem Stickstoff ist keine zusätzliche Düngung nötig.
  • Soja ist aufgrund des hohen Eiweißgehaltes und des hochwertigen Eiweißes ein entscheidender Faktor in der Ernährung von gesundheitsbewussten Menschen. Die Vielfalt an Produkten aus Soja reicht von Sojadrinks, über Tofu, Soja-Joghurts und -Puddings, Soja-Laibchen und -Würstchen, Knabbersojakernen und Soja-Riegeln bis hin zu Soja-Aufstrichen.
  • Der Konsum von Sojaprodukten wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus, beugt Osteoporose vor und vermindert Wechselbeschwerden. Weiters kann durch Soja-Lebensmittel das Risiko von Brust- und Prostatakrebs reduziert werden.
  • Anbauanleitung für Sojabohnen
  • Kulturanleitung der Sojabohne
  • Kulturblatt Sojabohne

Soja aus Deutschland – Selbstversorgung bald Realität?

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Dr. Volker Hahn beim Sojaanbau
Die Nachfrage nach Sojaprodukten wächst Jahr für Jahr. Um Deutschlands Selbstversorgung mit Öko-Soja zu steigern, passt ein Züchtungsforscher der Universität Hohenheim Sojabohnen an mitteleuropäische Wetterverhältnisse an – ganz ohne Gentechnik.

Ausweitung der Anbaufläche durch Zucht neuer Sorten

Mitte April wird Soja ausgesät. Kühle Sommernächte unserer Breiten setzen der Pflanze zu, wodurch sie erst im Oktober reif ist. Das möchte Dr. Volker Hahn von der Landessaatzuchtanstalt an der Universität Hohenheim ändern. Bislang beläuft sich die gesamte deutsche Anbaufläche auf gerade einmal gut 5.000 Hektar im Süden Deutschlands. Spezielle Sorten, die mit dem hiesigen Klima besser zurechtkommen, könnten den Sojaanbau auch im Norden Deutschlands etablieren.
Dr. Hahns Ziel ist, Sojabohnen zu entwickeln, die zwei Wochen früher geerntet werden können. Zudem soll der Eiweißgehalt erhöht werden, wodurch beispielsweise die Tofu-Ausbeute steigt. Gemeinsam mit Tofu-Produzenten entwickelt er daher Sojabohnen für eine noch bessere Tofu-Qualität.

Deutschland als Soja-Selbstversorger?
„Wenn es uns gelingt, verbesserte Sorten zu züchten, hat Deutschland gute Chancen, die Eigenversorgung mit Öko-Soja in Zukunft auszubauen“, so Dr. Hahn. Mit den neuen Sorten könne die Selbstversorgung an Sojaprodukten für die menschliche Ernährung sichergestellt werden. Laut Dr. Hahn könne auf Sojaimporte jedoch nicht verzichtet werden, solange noch so viel Fleisch, Milch und Eier konsumiert werden.
Allein 2011 führte Deutschland – größtenteils für Futtermittel – rund 10.600 Tonnen Sojamehl, fast 68.000 Tonnen Sojaöle und über 3,4 Millionen Tonnen Soja-Extraktionsschrot ein. Dem stehen nur sehr geringe Mengen an Soja-Produkten aus deutscher Produktion gegenüber. Diese Produktion kann zwar mit den Sorten aus Dr. Hahns Züchtung gesteigert werden, aber Sojaimporte nicht vollständig ersetzen. Weniger tierische Produkte auf dem persönlichen Speiseplan wären hierfür zwingend notwendig.

Hintergrund des Forschungsprojekts
Das Forschungsprojekt, an dem Dr. Hahn beteiligt ist, trägt den Titel „Ausweitung des Sojaanbaus durch züchterische Anpassung sowie pflanzenbauliche und verarbeitungstechnische Optimierung“ und wird gefördert durch das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft. Die Fördersumme für die Universität Hohenheim beträgt rund 127.000 Euro.
Mehr Informationen über das Forschungsprojekt unter www.sojainfo.de.

Nadine Weckerle


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Bildquelle: Universität Hohenheim/Landessaatzuchtanstalt

Sojamilch zeigt präventiven Effekt auf Osteoporose

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Hafermilch
Sojamilch ist mittlerweile nicht nur für vegan lebende oder laktoseintolerante Menschen eine beliebte Alternative zu Kuhmilch. Doch gerade diesen Personengruppen wird aufgrund der Ablehnung von Milch und Milchprodukten ein höheres Risiko für Osteoporose nachgesagt. Dass dies nicht zwangsläufig sein muss, zeigen aktuelle Ergebnisse der US-amerikanischen Adventist Health Study-2. Die Autoren werteten Ernährungsprotokolle und Parameter, die den Knochenstatus anzeigen, von 337 postmenopausalen Frauen aus. Die Untersuchung ergab, dass Frauen, die täglich ca. 1,3 Tassen mit Kalzium angereicherte Sojamilch trinken, ein um 57 % geringeres Risiko für niedrige Knochendichte haben als Frauen, die weder Sojamilch noch Kuhmilch trinken. Dieses Ergebnis ist fast identisch mit dem um 62 % niedrigeren Risiko bei Frauen, die täglich mindestens eine Portion Kuhmilch zu sich nehmen. Mit Kalzium angereicherte Sojamilch wirkt sich demnach ähnlich präventiv auf die Knochengesundheit aus wie Kuhmilch.

Autor: Dr. Markus Keller, IFANE und Wissenschaftlicher Beirat des VEBU


Quelle: Matthews VL, Knutsen SF, Beeson WL, Fraser GE (2011): Soy milk and dairy consumption is independently associated with ultrasound attenuation of the heel bone among postmenopausal women: the Adventist Health Study-2. Nutr Res 31 (10), 766-75
Die komplette Studie kann hier eingesehen werden: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3218100/pdf/nihms328826.pdf
Bildquelle: flickr sweetbeetandgreenbean

"Wer Sojaprodukte isst, zerstört den Regenwald"

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alt
Vegetarisch oder vegan lebende Menschen werden häufig mit dieser Aussage konfrontiert. Hersteller wie Taifun, Viana und AlproSoya (auch Provamel) beziehen ihr Soja jedoch hauptsächlich von Feldern aus Deutschland, Italien, Frankreich und Österreich, aber auch aus Kanada, China und Brasilien (jedoch nicht aus Regenwaldgebieten). Joya verwendet ausschließlich Sojabohnen von Anbaugebieten aus Österreich.

Österreich zählt übrigens mit einer Anbaufläche von 6.300 Hektar zu den größten Bio-Sojaproduzenten Europas. Somit müssen für diesen Sojaanbau - nicht wie bei Tierfutter üblich - keine wertvollen Regenwälder gerodet werden, statt dessen werden Europas Felder gentechnikfrei und nachhaltig bewirtschaftet.
"Nur 'bio' und 'regional' sind für das Klima optimal. Dieser Grundsatz ist vor allem auch bei der Sojaerzeugung wesentlich", so Karl Erlach, Obmann von BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien.
Sojaprodukte wie Tofu, Sojadrink und Tempeh aus diesen Regionen zählen somit beispielsweise wie Äpfel zu regionalen Nahrungsmitteln, da der Transportweg sehr kurz ist.

Fazit:
Fleischessen zerstört unsere grünen Lungen, die Regenwälder, sofern die Tiere mit Futtermitteln aus ehemaligen Regenwaldgebieten gefüttert oder dort gehalten werden. Soja aus nachhaltigem Anbau - vor allem wenn es aus Europa kommt - tut dies nicht.


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Linderung von Wechseljahresbeschwerden durch Sojalebensmittel

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altWechseljahre und Menopause

altEtwa um das 50. Lebensjahr findet im Körper der Frau eine hormonelle Umstellung statt. Dieser Zeitraum wird landläufig „Wechseljahre“ genannt. Die Menopause bezeichnet dabei den Zeitpunkt der letzten Menstruation, der das fruchtbare Alter der Frau beendet und den Beginn der postmenopausalen Lebensphase markiert. Für viele Frauen ist diese Zeit mit den sogenannten Wechseljahresbeschwerden verbunden. Dazu zählen unter anderem Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Hautveränderungen oder veränderte sexuelle Bedürfnisse. Zur Linderung der Beschwerden werden häufig Alternativen zu den üblichen Hormonersatztherapien gesucht.
Studien kamen zu dem Ergebnis, dass etwa zwei Drittel der Frauen in westlichen Ländern während der Wechseljahre unter Hitzewallungen leiden. In asiatischen Ländern wie Japan sind dagegen nur 5-18 % der Frauen von diesen Beschwerden betroffen, bei denen plötzlich ein Gefühl intensiver Wärme im Körper und vorrangig im Gesicht auftritt. Die Beobachtungen weisen auf einen Zusammenhang zwischen einem regelmäßigen Verzehr von Sojaprodukten und einem selteneren Auftreten von Hitzewallungen hin.

Isoflavone – sekundäre Pflanzenstoffe in Sojalebensmitteln

Isoflavone zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. In Sojabohnen kommen 12 Verbindungen vor, die in der Gruppe der Isoflavone zusammengefasst werden. Sie können im Körper an die Rezeptoren von Östrogenen, den weiblichen Geschlechtshormonen, angelagert werden, weshalb sie oftmals als Phytoöstrogene bezeichnet werden. Aufgrund der Ähnlichkeiten zu den menschlichen Sexualhormonen bezüglich ihrer chemischen Struktur und ihren Reaktionen im Körper wird den Isoflavonen eine gewisse geschlechtshormonelle Wirkung zugesprochen.

Gesundheitliche Vorteile von Sojalebensmitteln in den Wechseljahren

Aufgrund der in Sojaprodukten enthaltenen Isoflavone sind diese Lebensmittel geeignet, Wechseljahresbeschwerden, wie Hitzewallungen, zu lindern. Eine tägliche Aufnahme von 50 mg Soja-Isoflavonen mindert Hitzewallungen wahrscheinlich um 10-20 %. Eine Portion eines Sojaproduktes, wie beispielsweise 250 ml Sojadrink, enthält bereits 15-25 mg Isoflavone.
Die Auswirkungen von Sojaprodukten auf das Auftreten von Hitzewallungen wurden in zahlreichen Studien untersucht, sehr unterschiedliche Studiendesigns erschweren jedoch die Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Im Allgemeinen wurden in den Testgruppen täglich mindestens 50 mg Isoflavone aufgenommen und die beobachteten positiven Effekte bezüglich des Auftretens von Hitzewallungen waren deutlicher ausgeprägt als in den Kontrollgruppen.
Darüber hinaus bringt der Verzehr von Sojaprodukten weitere gesundheitsförderliche Effekte mit sich. Aufgrund des hohen Gehalts an pflanzlichen Proteinen, Vitaminen und der Fettsäurezusammensetzung kann Soja das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose senken.

Praktische Tipps

Zahlreiche Sojaprodukte sind inzwischen in nahezu allen Lebensmittelgeschäften zu finden. Dazu zählen beispielsweise Sojadrinks, -joghurts, -desserts, -burger und Tofu. Mit der Verwendung von Sojasahne, -drink und -fleisch lassen sich gewohnte Gerichte auch mühelos rein pflanzlich zubereiten.

Zusammenfassung

  • Viele Frauen sind während und nach den Wechseljahren von Hitzewallungen betroffen.
  • Bei einer traditionellen asiatischen Ernährungsweise treten diese Wechseljahresbeschwerden deutlich seltener auf als beispielsweise bei europäischen Frauen.
  • Die in Sojalebensmitteln enthaltenen Isoflavone können Häufigkeit und Intensität von Hitzewallungen.
  • Der Verzehr von Sojaprodukten kann außerdem zur Senkung des Risikos von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose beitragen.

Auswirkungen von Soja auf das Prostatakrebsrisiko

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altProstatakrebs – die zweithäufigste Krebserkrankung bei Männern

altDie Prostata ist eine kleine Drüse, die unterhalb der Harnblase liegt und zum Fortpflanzungssystem des Mannes gehört. Sie bildet ein Sekret, das dem Schutz und der Bewegung der Spermien dient.
Prostatakrebs ist weltweit nach Lungenkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung und Krebstodesursache bei Männern. In asiatischen Ländern wie Japan und China tritt Prostatakrebs deutlich seltener auf als in westlichen Industrienationen, was auf die traditionelle asiatische Ernährung und die entsprechende Lebensweise zurückzuführen ist. Kleine Prostatatumore kommen jedoch auch in asiatischen Ländern gleichermaßen oft vor wie hierzulande, was darauf hindeutet, dass Elemente der fernöstlichen Lebens- und Ernährungsweise das Wachstum der Tumore verlangsamen. Der Krebs bleibt ohne Symptome und hat keine klinische Bedeutung. Da sich die Lebensgewohnheiten in Asien den westlichen zunehmend angleichen, wird Prostatakrebs auch dort immer häufiger diagnostiziert.

Einfluss der Ernährung auf das Prostatakrebsrisiko

Die Ursachen von Krebserkrankungen lassen sich sowohl in der genetischen Veranlagung als auch im Lebensstil finden. Der Weltkrebsforschungsfonds (WCRF) betont, dass pflanzliche Lebensmittel eine wichtige Rolle zur Reduzierung des Krebsrisikos spielen. Demnach sollten täglich mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte verzehrt werden. Zur Verringerung des Risikos für Prostatakrebs ist vor allem der Verzehr von Getreide, Sojalebensmitteln, Obst und Gemüse von Bedeutung, da diese Lebensmittel zahlreiche Inhaltsstoffe enthalten, die der Entstehung und dem Fortschreiten der Krankheit vorbeugen.

Einfluss von Sojalebensmitteln auf das Prostatakrebsrisiko

Untersuchungen zeigen, dass Männer, die häufig Sojalebensmittel essen, im Vergleich zu Teilnehmern, die selten Soja verzehren, im Rahmen einer traditionellen asiatischen Ernährung ein um 30 % geringeres Risiko für Prostatakrebs haben. Diese Ernährungsweise führt gleichzeitig zu einer höheren Aufnahme von Isoflavonen, einer bedeutenden Gruppe der in Soja vorkommenden sekundären Pflanzenstoffe.
Weitere Studien beschäftigen sich mit der Rolle von Sojalebensmitteln für das Prostataspezifische Antigen (PSA). Dieses Protein wird in der Prostata gebildet und dient als Indikator für Prostatakrebs. Geringe PSA-Werte lassen sich im Blut von allen Männern nachweisen, höhere Werte deuten auf Prostatakrebs hin. So scheint der Verzehr von Sojaprodukten an mindestens zwei Tagen pro Woche das Krebsrisiko zu senken und die Soja-Isoflavone können die PSA-Werte bei bereits bestehender Prostatakrebserkrankung positiv beeinflussen. Asiatische Männer, die als Bestandteil ihrer traditionellen Ernährung viel Soja verzehren, haben höhere Isoflavonkonzentartionen im Prostatasekret, was auf eine biologische Aktivität der Isoflavone in der Prostata hindeutet.
Der gegenwärtige Forschungsstand deutet darauf hin, dass der Verzehr von Soja die Entwicklung und das Fortschreiten von Prostatakrebs verhindern kann

Praktische Tipps

Zahlreiche Sojaprodukte sind inzwischen in nahezu allen Lebensmittelgeschäften zu finden. Dazu zählen beispielsweise Sojadrinks, -joghurts, -desserts, -burger und Tofu. Mit der Verwendung von Sojasahne, -drink und -fleisch lassen sich gewohnte Gerichte auch mühelos rein pflanzlich zubereiten.

Zusammenfassung

  • Prostatakrebs ist weltweit die zweithäufigste Krebserkrankung bei Männern und kommt bei einer traditionellen asiatischen Lebens- und Ernährungsweise seltener vor als in westlichen Industrienationen.
  • Neben einem gesunden Lebensstil kann der Verzehr von Sojalebensmitteln als Teil einer pflanzenbetonten Ernährung zur Verringerung des allgemeinen Krebsrisikos und zum Schutz vor Prostatakrebs beitragen.